KG Neukirch

1. Orte der Ev. Kirchengemeinde Neukirch

Zur Ev. Kirchengemeinde Neukirch gehören die Dörfer Bretthausen, Löhnfeld, Salzburg, Stein-Neukirch und Willingen. Von deren Bewohner/innen gehören ca. 750 zu unserer Kirchengemeinde.

1.1 Bretthausen

Bretthausen ist mit ca. 190 Einwohnern die kleinste selbstständige Gemeinde der Kirchengemeinde Neukirch.
Der überwiegende Teil der Einwohner ist Mitglied der Evangelischen Kirche, einige Familien gehören zur Freien Evangelischen Gemeinde in Liebenscheid.
Bis auf einen Getränkehandel und eine Schreinerei weist der Ort keine sonstigen Gewerbebetriebe auf. Viele Arbeitnehmer pendeln in das benachbarte Siegerland.
Der kommunale Kindergarten befindet sich in Nister-Möhrendorf, wie auch die Grundschule. Die Haupt- und Realschüler besuchen überwiegend die Realschule Plus in Rennerod. Diejenigen, die sich für den Besuch des Gymnasiums entschieden haben, gehen in wenigen Fällen nach Westerburg, überwiegend aber nach Neunkirchen (Siegerland).
Im Ort gibt es zwei Vereine, den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und seit 2010 auch einen Dorfverein. Die Vereine veranstalten im Jahr zwei auf den Ort und die umliegenden Dörfer bezogene Feste.
Gerade im Sommer gehen im Vergleich zu den umliegenden Ortschaften mehr Einwohner einer Nebenerwerbslandwirtschaft nach (insbesondere Heu und Kartoffeln).
Die Altersstruktur des Ortes dürfte über dem Durchschnitt der umliegenden Orte liegen, in den letzten Jahren haben sich im Ortskern aber einige junge Familien niedergelassen; 2012 kamen sechs Kinder in Bretthausen zur Welt.

1.2 Löhnfeld

Löhnfeld ist politisch Ortsteil der Gemeinde Liebenscheid, gehört aber zur Ev. Kirchengemeinde Neukirch. Von den etwa 70 Einwohnern sind 36 Mitglieder der Kirchengemeinde.
In Löhnfeld existiert ein Dachdeckerbetrieb, es gibt, wie in den meisten anderen Dörfern, die zu unseren Gemeinden gehören, kein Geschäft.
Größere Veranstaltungen finden im Dorfgemeinschaftshaus statt.
Was den Kindergarten- und den Schulbesuch angeht, gilt das gleiche wie für unsere anderen Dörfer.

1.3 Salzburg

Salzburg liegt am Südhang des Salzburger Kopfes, mit 654 m die zweithöchste Erhebung des Westerwaldes und hat ca.250 Einwohner.
Früher lebten die Einwohner wie üblich von der Landwirtschaft oder arbeiteten im Siegerland als Bergleute. Heute sind viele in Industriebetrieben beschäftigt und müssen teilweise weite Wege zur Arbeit in Kauf nehmen.
Die beiden alten Brunnen, das Feuerwehrhaus und das Dorfgemeinschaftshaus prägen das Ortsbild.
Mit einer Autolackiererei, einer TÜV-Abnahmestelle, einem Gutachterbüro und einer kleinen Werkstatt dreht sich heute Vieles ums Auto, die Landwirtschaft wird nur noch als Hobby betrieben.
Die Mehrheit der Einwohner ist evangelisch. Im Ort befindet sich auch eine freikirchliche Gemeinschaft (Brüdergemeinde).
Die Feuerwehr mit ihrer Jugendabteilung ist ein wichtiger Bestandteil in der Gemeinde. Sie organisiert ein jährliches Schlachtfest, eine Grillfeier oder einen Ausflug für Jung und Alt.
Für die Kleinen gibt es einen Spielplatz. Der Kindergarten und die Grundschule befinden sich in Nister-Möhrendorf.
Die weiterführenden Schulen in Rennerod oder Bad-Marienberg werden ebenfalls mit dem Bus erreicht.
Der Hahn ist das Wappentier der Salzburger und steht für Stolz und Angriffslust. Im Volksmund als „Salzber Gickel“ bekannt.

1.4 Stein-Neukirch

1.4.1 Stein

Stein – Neukirch ist mit 605 m ü. NN die höchstgelegene Gemeinde des Westerwaldes. Es gibt den Ortsteil Stein und den Ortsteil Neukirch.
Stein – Neukirch hat ca. 430 Einwohner von denen der größte Teil (ca. 280 Einwohner) der Ev. Kirche angehört. Es gibt einige Katholiken und ein Teil gehört anderen Glaubensgemeinschaften an. In Stein ist ein Arzt für Allgemeinmedizin ansässig. Es gibt verschiedene Handwerksbetriebe sowie ein Musikhaus. Einen Lebensmittelladen gibt es nicht. Dafür fahren Bäcker und Metzger aus einer Nachbargemeinde mehrmals wöchentlich mit Verkaufswagen durch den Ort.
Stein hat zwei Spielplätze und ein Dorfgemeinschaftshaus mit Jugendraum, zudem übt die Jugendgottesdienstband in einem Raum. Der Skilift und die Skihütte auf dem Salzburger Kopf sind nicht nur für Einheimische ein beliebtes Ausflugsziel im Winter.
Der Kindergarten und die Grundschule befinden sich in Nister-Möhrendorf. Weiterführende Schulen gibt es in Rennerod (Realschule Plus), in Bad Marienberg (Ev. Gymnasium, Schule für lernschwache Schülerinnen und Schüler) sowie weitere Gymnasien in Neunkirchen/Siegerland, in Westerburg und in Marienstatt. Alle Schulen sind mit dem Bus sehr gut erreichbar.
An Vereinen existieren die Freiwillige Feuerwehr, der Skiverein (WSV Salzburger Kopf), ein Verein für Heimatpflege (Hüttenverein), der Schützenverein und ein Tischtennisverein.
Die Kirchengemeinde hat zu den Vereinen ein gutes Verhältnis und kann bei Bedarf auf die Hilfe deren Mitglieder zurückgreifen.

1.4.2 Neukirch

Neukirch ist der kleine Ortsteil der Gemeinde Stein-Neukirch.
Das Dorf besteht aus nur 15 Häusern und hat 49 Einwohner. Früher war es ein Bauerndorf wie jeder Ort im hohen Westerwald, jeder hatte eine kleine selbstständige Landwirtschaft. Heute pendeln die Einwohner in das benachbarte Siegerland oder in die größeren Städte, wie Rennerod oder Bad Marienberg. Das Dorf besteht meist aus 1-2 Familienhäusern.
Es gibt in dem kleinen Dorf einen Spielplatz, einen Skilift, ein Maurergeschäft und einen landwirtschaftlichen Betrieb, zwei Pfarrhäuser, eins in Privatbesitz, eins vermietet, ein kleineres Gemeindehaus und die Kirche.
Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert neu erbaut und dadurch erhielt der Ort seinen Namen „Neukirch“. Es gibt einen Marktplatz, auf dem jedes Jahr der „Neukircher Markt“ stattfindet.
Das Vereinsleben findet in dem größeren Ortsteil Stein statt.
Im Waldrand versteckt, gibt es noch ein altes Wasserhäuschen, welches zur Fledermaushöhle umgebaut ist.
Der Ortsteil Neukirch hat eine Busanbindung (morgens, mittags und abends) nach Burbach und Rennerod.
Die Kinder fahren ins benachbarte Nister-Möhrendorf in den Kindergarten und die Grundschule. Die weiterführenden Schulen in Rennerod, Westerburg, Marienstatt und Neunkirchen im Siegerland können mit dem Bus erreicht werden.

1.5 Willingen

Willingen, ursprünglich ein Bauerndorf, hat sich zum Pendlerdorf entwickelt, ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung ist in Klein- und Mittelbetrieben in den angrenzenden Regionen Siegerland, Hessen bzw. „größerer“ rheinland-pfälzischer Städte in der näheren Umgebung tätig. Landwirtschaft wird nur noch in sehr geringen Umfang (Kartoffelanbau, Heuernte) betrieben. Viehhaltung findet so gut wie nicht mehr statt.
Die Gemeinde Willingen hat etwa 325 Einwohner, von denen ungefähr 220 zur Ev. Kirchengemeinde gehören.
Etwas ausgelagert, aber zur Ortsgemeinde gehörend, befindet sich die Fuchskaute. Sie ist mit 657 m ü. NN die höchste Erhebung des Westerwaldes. Die Firma Fuhrländer AG betreibt dort ein Hotel mit Gaststätte. Da sowohl der „Rothaar“- als auch der „Westerwaldsteig“ über die Fuchskaute führen, ist es sich ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Mountainbiker.
In den letzten Jahren wurden auch verschiedene kirchliche Veranstaltungen in der „Kulturscheune“ der Fuchskaute abgehalten (gemeinsame Gottesdienste der drei Kirchen­ge­meinden, CVJM-Kreisfest, Konzerte, Mitarbeitertreffen).
In Willingen selbst gibt es ein Bestattungsunternehmen mit eigener Sargfabrikation, einen Elektroinstallationsbetrieb, das Cafe „Heimatstübchen“ mit eigener Bäckerei, eine Schlosserei, einen Reifenhandel für Neu- und Gebrauchtreifen und einen Familienbetrieb für Leit- und Orientierungssysteme und Bilderrahmen.
Das Dorf besteht größtenteils aus 1- und 2-Familienhäusern und hat sich in den letzten Jahren durch ein Neubaugebiet etwas ausgedehnt.
Im Dorf gibt es einen Spielplatz und ein Dorfgemeinschaftshaus, welches in 2010 umgebaut wurde und für private Feiern sowie Veranstaltungen der Orts- und Kirchengemeinde genutzt wird.
Der Kindergarten und die Grundschule sind per Bus in Nister-Möhrendorf zu erreichen, weiterführende Schulen existieren in Rennerod (Haupt- und Realschule Plus), Bad Marienberg (Schule für lernschwache Schülerinnen, Ev. Gymnasium), in Westerburg und Neunkirchen/Siegerland (Gymnasien).
Die öffentlichen Busverbindungen aus und nach Willingen sind schlecht.
Es gibt in Willingen einen Heimatverein, eine Freiwillige Feuerwehr und einen Sportverein, der eine enge Verbindung zum TSV in Liebenscheid hat.

2. Ev. Kirchengemeinde Neukirch

Die Kirchengemeinde Neukirch bildet seit 2006 zusammen mit den Kirchengemeinden Rabenscheid und Liebenscheid eine Pfarrei.
Die Verwaltung wird über die Regionalverwaltung in Nassau abgewickelt.
Was die Beziehungen zum Dekanat angeht, zeigt sich, dass die Neukirch am Rande des Dekanats liegt und viele Veranstaltungen, die vom Dekanat Bad Marienberg angeboten werden, relativ weit entfernt stattfinden und so von unseren Gemeindegliedern äußerst selten besucht werden.
In den letzten Jahren gab es kaum Kirchenaustritte.
Die Wahlbeteiligung bei Kirchenwahlen lag bei durchschnittlich 25 %.

2.1 Organe der Ev. Kirchengemeinde Neukirch

2.1.1 Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand trifft sich etwa 6 Mal pro Jahr und zusätzlich etwa zwei Mal pro Jahr gemeinsam mit den Kirchenvorständen der Ev. Kirchengemeinden Rabenscheid und Liebenscheid.
Ihm gehören 10 (momentan 9) gewählte Mitglieder und der Pfarrer an.
Kirchenvorstandsvorsitzender ist Pfarrer Eckhard Schmitt. Ausschüsse werden bei Bedarf gebildet, ansonsten werden anfallende Aufgaben und Probleme auch im Anschluss an die Gottesdienste besprochen und in Angriff genommen.
Es besteht ein guter Kontakt des Kirchenvorstands und des Pfarrers zu den Mitarbeiter/innen der Gemeinde.

Mitglieder des KV:    Eckhard Schmitt (Vorsitzender), Björn Schäfer (Stellv. Vorsitzender), Marion Petry, Martina Theis, Birgit Kray, Hanni Wienand, Friedrich Feuchtmeyer, Harald Menk, Stefan Grünschlag

2.1.2 Nebenamtliche Mitarbeiter/innen

Nebenamtlich angestellt in unserer Gemeinde sind Dieter und Marion Petri sowie Gerlinde Weimar als Küster und Hausmeister des Gemeindehauses, das Ehepaar Reis für Arbeiten um die Kirche (stundenbasierte Bezahlung).
Als Sekretärin arbeitet mit offiziell 6 Wochenstunden (in der Realität sind es mehr Stunden) Carmen Szlamenka (mittwochs und donnerstags morgens).

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